300. Beitrag – Berliner Kurier – 2019

Kategorien Logbuch / Tagebuch, Medienwirksames

Hallo an alle draußen! 😂 (danke an Ela für die lieben Worte 🙋 )

vorab zur Einstimmung (einfach während die Augen über den Artikel fliegen laufen lassen, bitte danke, gerngeschehen 😁✌ ja, gegen die Werbung bei Youtube kann auch ich nichts machen ^^)

 

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag still und heimlich feiern, eine Kerze in den Döner wurschteln und dazu genüsslich eine Brause zischen. Für die Kerze hat’s nicht gereicht, aber ramontisch war’s dennoch. 😍😆😁

Zur geselligen Runde paarte sich dann allerdings ein wildes Durcheinander. Hatte ich unter der Woche einen Termin mit einem Fotografen und tagsdarauf ein Interview mit der lieben Kerstin für einen Artikel im Berliner Kurier, da es wohl noch immer so außergewöhnlich ist, wie man – trotz der Diagnose – so gut drauf sein kann. 🙋😉

Was ich nicht wusste, dass die beim Berliner Kurier SO schnell sind. Da bin ich heute wach geworden und andere hatten wohl bereits die Ausgabe auf dem Schoß. 😁✌

 

Naja, jetzt ist die Katze aus dem Sack:

Ich habe laut dem heute im Berliner Kurier erschienenden Artikel wirklich einen „unheilbaren“ Hirntumor (Glioblastom).

Blöd nur, dass ich (und meine Familie) das bis dato vor meiner Oma weitestgehend geheim halten konnte & sie dank Ihres stolzen Alters des Öfteren womöglich auch einfach vergaß, dass da etwas war.🙈

Natürlich schnappt sie sich genau heute dann mal die Zeitung und ohne, dass ich davon wusste, war da der Bericht über ihren erkrankten Enkelsohn auf zwei Seiten. 🙈😂 Kleines Chaos, aber nichts, was man nicht noch irgendwie retten könnte – ich werde gleich mal zu ihr und den Rest der Familie (die sich gleich um meine Oma gekümmert haben) besuchen. Und ja, passend zum bevorstehenden Sommerende bin ich in die Monogamie abgedriftet und hab‘ eine Freundin, die sich ebenfalls die Ausgabe geschnappt hatte. 🙈😁✌

Abgesehen von all den kleinen Tornados heute wollte ich zum 300. Jubliäum eigentlich mal auf den Putz hauen. Habe ich euch doch jetzt seit meinem epileptischen Anfall am 26.12.2016 (ca. 13:30) bis zur Veröffentlichung dieses 300. Posts (01.09.2018, 14:45 Uhr) ganze:

  • 53054100 Sekunden;
  • 884235 Minuten;
  • 14737 Stunden, 15 Minuten;
  • 614 Tage, 1 Stunde, 15 Minuten;
  • 87 Wochen, 5 Tage, 1 Stunde, 15 Minuten;
  • 20 Monate, 6 Tage, 1 Stunde, 15 Minuten oder einfach
  • 1 Jahr, 249 Tage, 1 Stunde, 15 Minuten

mit Auszügen aus meinem Leben (ob nun im Blog oder Presse) bombardieren dürfen und ihr habt es (mehr oder weniger) gelassen hingenommen. 🤓😎

Angefangen mit den ersten Stunden im Krankenhaus, meinen Mitinsassen, dem Personal, zwei Operationen, hin zu MRTs, Therapien, Tipps und Tricks fürs Leben mit Glioblastom, privaten Gräbenkriegen (Beef mit meiner Erzeugerin), hin zu neuen Infos aus der Forschung, gemischtem aus dem ganz normalen Alltag und letztlich die Erfüllung von einigen To-Do’s / Wünschen.

So durfte ich u.a. nochmal Fussball spielen, meinen Cousin in Kapstadt besuchen, den ersten Vater-Sohn-Tag meines Lebens am Müggelsee genießen, nach mehreren Widersprüchen med. Cannabis beantragen, einen Motorradführerschein in Angriff nehmen und für mich persönlich am wertvollsten: Erinnerungen schaffen.

Dafür möchte ich allen Wegbegleitern von ganzem Herzen danken! Ungeachtet, ob sich Wege getrennt oder neue ergeben haben.

Danke!

Als ich mit dem bloggen anfing, war es mehr eine Art Tagebuch / Anlaufstelle für Freunde und Verwandte. Kurz darauf wurde es immer mehr zu einem Projekt mit welchem ich versuchte Mut zu spenden, Augen für den Blick auf’s eigene Leben zu öffnen, Aufklärung zu betreiben, Infos oder einfach Eindrücke aus dem Leben mit, eigentlich unheilbarer, Erkrankung zu geben.

Mittlerweile habe ich, allein über diverse andere Blog’s, viele Freundschaften geschlossen, die unterschiedlichsten Schicksale miterlebt oder gar Freundschaften von uns gehen lassen müssen. (RIP J.C. M.)

Ich muss gestehen, dass ich schnell Gefallen daran gefunden hatte, alles mit einer Prise aus Humor / Sarkasmus / Ironie zu überziehen. Allerdings plagt mich schon seit einiger Zeit die Frage, ob es nicht an der Zeit wäre, auch etwas mehr zurückzugeben.

Daraufhin schossen die bekannten W-Fragen (Wer? Was? Wann? Wo? Warum? Wie? Wozu?, Weißwurßt, Wattestäbchen?, Weisheitszähne?, Wankelmotor?,….) durch mein ohnehin bereits weniger voluminöses Kopfkonstrukt. 😉😂

Das zuletzt besuchte „Charity-Event“ war dann der Punkt, an dem der die letzten Monate im dunkeln schlummernde Samen zu keimen begann – für 2019 habe ich jetzt offiziell großes vor. Ob es letztendlich aufgeht oder nicht ist mir egal, einen Versuch ist’s Wert. 😁✌

Mit der samstäglichen Portion Aufbruchsstimmung entlasse ich euch in ein wohlverdienstes Wochenende. 😁

 

PS da mir niemand vorwerfen soll, dass ich nichts unversucht lasse:

Die Karriere mit meiner Anzeige als Sugarboy (sofern man das überhaupt so nennt 😂😂) kann ich erstmal an den Nagel hängen #Monogamie und so ;D aber dafür gibts ja auch die Spendenseite 🙈😂

Und nein, meine Cousine lebt noch gesund und munter in Deutschland. Dem treuen Leser ist bestimmt auch aufgefallen, dass es doch mein Cousin ist, welcher in Kapstadt lebt. ;D Wird online noch korrigiert werden, aber die gedruckten Exemplare sind dann eben schon gedruckt. C’est la vie. Dafür, dass es keine Bezahlung gab, musste ich auch nicht als Korrekturleser herhalten. 😁✌

Jetzt aber wirklich ein schönes WE!!!!! <3 😁

19 Gedanken zu „300. Beitrag – Berliner Kurier – 2019

  1. Klasse, rummelschubser, haste Mal wieder gut und informativ geschrieben . Du bist in der Zeitung, da muss ich gleich Mal nachforschen. Schönes wochenende, alles liebe, ☺

    1. Alles klar, aber ein guter Bericht im Kurier, hat mir sehr gefallen . Ich schick dir mal ein 💟und ein 💋 und bleib so positiv . Schlaf gut !!!

  2. Huhu,

    Erstmal Glückwunsch zum Artikel und zur neuen Freundin 🙂 darf ich fragen wie ihr mit dem Thema umgeht? Wusste sie von Anfang an dass du krank bist oder hat sie es erst im Nachhinein erfahren?

    Lg

    1. Hey Kathi 🙂
      Sie hatte die Doku vom Y-Kollektiv gesehen und wusste als Krankenschwester bestimmt schon, worauf sie sich da einlässt. Aber um sicher zu gehen, habe ich die Frage mal weitergegeben. 😉😁👍 Antwort gibt’s dann im nächsten Beitrag.
      Nächtliche Grüße
      Erik 🙂

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