September-Highlights Verlaufskontrolle

Kategorien MRT, Untersuchungen

Wie andere sich in dem Monat auf das genießen der letzten Sonnenstrahlen 2019, Geburtstage, erste Lebkuchenpaletten im Supermarkt, herbstliche Klamotten, ein neues Handy oder einfach den Lohnstreifen gefreut haben, so bildeten -abgesehen vom misslungenen Hauskauf – zwei Events meine Highlights im September. Musste ich meinen Mitbewohner doch vor die Tür ziehen und mit ihm die folgenden Termine wahrnehmen:

  • Verlaufskontrolle (MRT 3 von 4 im Jahr 2019)
  • Kontroll-EEG (Kontrolle der Epilepsieanfälligkeit, weil Reduzierung Keppra angedacht war)

Das Ergebnis vorweg, auf das wohl alle gewartet haben:

Ich bin nicht schwanger. 😢😜😆

Spaß, hier das erste Ergebnis:

EEG Befund

Befund vom EEG 2019

Ich bin also mehr oder weniger auf weit entfernten Umlaufbahnen des Epilepsie-Kosmos unterwegs. Keine Auffälligkeiten, dabei hatte ich doch noch vor dem EEG das Keppra halbiert und am Tag der Untersuchung gar nicht einmal was genommen. 😲😄 Der kleine „Anranzer“ vor der Durchführung war vollkommen berechtigt. Wie kann ich nur. 😵😂

Ein paar Follower auf Instagram die anscheinend vom Fach sind, haben mir dann auch erklärt, warum man das nicht machen sollte. Vielen Dank dafür, aber ich wollte das Ganze einfach mal „nüchtern“ betrachten und das EEG mit vollem Körpereinsatz antreten. 😉

Kommen wir zum Überraschungsgast im Herbst, der

Magnetresonanztomographie

Eingeladen waren die MRT-Gang samt Bedienpersonal und der zierlichen Sechs-Tonnen-Röhre, ein Arzt für den Befund, meine Wenigkeit und last but not least: der Kollege im Oberstübchen.

Rein in die Kabine, Klamotten (bis auf Schlüppi und Socken) ablegen – was eigentlich nicht nötig ist, aber ich find’s so viel gemütlicher – und auf der Liege Platz nehmen.

Dabei war die Vorfreude auf 20 Minuten Bubu wohl zu groß, so dass ich meinen Kopf irgendwo neben der Schablone parken wollte und eine kleines Mimimi durch den Raum schallte. Kopf gestoßen. 😫😂

Dann folgte das übliche Procedere:

  1. Ohropax in die Öhrchen drücken
  2. Zugang für Kontrastmittel gelegt bekommen
  3. Kopfhörer drauf
  4. Hinlegen
  5. Den Notfallknopf in die Hand gedrückt bekommen
  6. Den Notfallknopf gleich wieder zwischen die Beine rutschen lassen
  7. In die Röhre gefahren werden

Seit langem wurde ich auch mal wieder gefragt, ob denn alles gut sei & ob ich mich unwohl fühle.

„Nope, wäre nur cool, wenn wir uns jetzt aufs Wesentliche beschränken könnten. Ich kann mich nicht unterhalten, wenn ich doch schlafen möchte.“ 😒😁

Die pure Arroganz meinerseits treibt mir sogleich die Schamröte ins G….TAAAATTAAAADAAAHHHH RUMMM RUMMM TADDAHAAHAHAHHAA DIDIDIIDIDIDIIDIDIDI RATATATTATATAAAAAA DIIDIDIDIDIIDIDIDIDI DUDUDUDUUDUDU TATATATATA BRRRRRRRR DUUUUUU DUIIIDDIIDIDIIDIDIIII.

Die schlechte Technomucke klingt langsam ab.
Mein Kadaver wird wieder aus der Röhre gefahren.
Ich wache auf und muss mir erstmal die Augen reiben.

Die Frage „Können wir noch einen Durchgang machen?“ wird mit einem dicken Grinsen im Gesicht verneint. 😞

Also Kopfhörer weg, Ohropax raus, Zugang ab, Pflaster drauf und rüber in die Kabine, die Klamotten wieder überstreifen.

Warten. Draußen in der Sonne einen rauchen.

Am Empfang zurück gibt es auch gleich die Info, dass alle Unterlagen in der Cloud hinterlegt werden und ich eine Mail mit den Zugangsdaten erhalte.

Letztere kommt prompt, als ich das Gebäude verlasse.

Seit der Umstellung auf Online-Abruf statt CD auf die Hand, kann ich mir die Bilder schon kurz darauf auf dem Handy anglotzen. 😱

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. 😏😆

Für mich hat der Blick auf die Bilder und der Vergleich mit älteren Bildern irgendwie nichts aufregendes mehr. Das eigentliche Happening war das Dösen in der Röhre. Sollte sich an den Bildern etwas Grundlegendes geändert haben, hätte ich jetzt eh nichts mehr daran ändern können und hätte neu planen müssen. Also, ruhig Blut.

Ein paar Tage später folgte dann die Auswertung mit dem mich behandelnden Arzt.

Auch alles cool & die unter Kontrastmittel leuchtenden Reste rund um die Resektionshöhle sind im vorher-/nachher Vergleich (dieses Mal das aktuellste MRT, mit dem dazugehörigen Partner aus 2018 verglichen) zurückgegangen. Warum das so ist? Keine Ahnung.

Vielleicht, weil sich die kleinen Krebs-Glühwürmchen (sie leuchten immerhin unter Kontrastmittelgabe 😏😜) irgendwo neu formieren wollen oder weil’s denen mit mir schlichtweg zu langweilig wird. 😴

We will see. 😉😄

Bis dahin heißt es also mal wieder: Sauber. 😼

Kein Rezidiv zu erkennen.

Kontrastmittelreiche Areale rund um meine Sollbohrstelle in der Schaltzentrale sind weniger geworden.

Wat soll ick zur Verlaufskontrolle sagen…. Super. 💪😼

Wenn ich von dem Glück(?) welches ich in Bezug auf das Glioblastom habe etwas abgeben könnte, …. ich glaube wir hätten uns die ein oder andere Leidensgeschichte ersparen können. 😕

Da ich dahingehend machtlos kann ich nur allen am Freitag arbeitenden einen entspannten letzten Arbeitstag in der Woche wünschen. ✌

Ich werde mir derweil mal was neues für den Shop bei Spreadshirt überlegen. Wer kennt diese Schilder für Hundehalter? 😉

Schild "Achtung Hund" - Foliendesign Schmoll

Lasst euch überraschen. 😆

Grüße vom, noch immer nicht gestorbenen*
Rummelschubser. 😜 🐹

*warum auch immer all die Jahre die ersten Vorschläge bei der Suche auf Google.de mit „tot“ beginnen? tot 2017, tot 2018, jetzt 2019. Hört auf das zu googlen ihr kleinen Katastrophentouristen.😏😘😆

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14 Gedanken zu „September-Highlights Verlaufskontrolle

    1. Also ich hatte damals im Netz was von 5-15 Monaten gelesen. 😅🤣 Aber wie ich ja immer sage, Prognosen sind für’n Arsch 🙄
      Ich zieh weiter durch 😘😁

  1. Erik, super, dass die Kontrolle so gut verlaufen ist. Ich freue mich sehr für Dich!!
    Dein spezieller Humor tut manchmal richtig gut…. Entspanntes Wochenende auch für Dich!

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